20100110

Death to Sport Utility Vehicles

Kaum geht das Jahr los und ich erwache aus meiner jährlichen Grippe. Auf den ersten Blick beginnt das Ganze eigentlich sehr schön, Schnee und Eis überall, perfektes Wetter für einen Haftungsgrenzenjunkie wie mich.
Nachdem die ersten paar Drifts mich freudig auf das neue Jahr eingestimmt haben holt mich die Vergangenheit auch gleich wieder ein. Die Autobahn A2 ist auf zwei von drei Spuren komplett geräumt, nur links liegt noch etwas Schneematsch. Es dauert nicht lange bis der erste VW Touareg mir die mittlere Spur versperrt. Es ist wieder einer dieser Torfköpfe die meinen das man nicht schneller fahren sollte als 90 km/h "weil es ja glatt sein könnte" und trotzdem versuchen LKW zu überholen! Ich meine, mal ehrlich, was geht eigentlich in euren Köpfen vor? Warum kriecht ihr über die Autobahn ohne die geringste Spur von Schnee und Eis? Wenn Ihr euch nicht traut schneller zu fahren, verpisst euch gefälligst auf die rechte Spur! Und warum zum Henker kauft ihr euch diese verdammten SUVs? Um mit max. 120 km/h unterwegs zu sein muss ich keine Spritschleuder mit irgentwas zwischen 280 und 500PS unterm Arsch haben, da reicht auch ein feiner VW Passat Variant o.ä. (Um mal gleich das Thema "Platz" auszusparen).
Ist es wirklich notwenig, das ich mit meinem kleinen Golf Variant auf die eine Spur mit Schneematsch fahren muss, die einzige auf der tatsächlich was passieren könnte wenn man seinen Wagen nicht beherrscht? Mir macht das ja nichts aus, ich krieg das auch da hin den nächsten Porsche Cayenne-Fahrer zu überholen der Schweißperlen auf der Stin hat weil der LKW den er grade versucht zu überholen ihm Schneematsch auf die Scheibe wirft.

Hier mein Ratschlag: Kauft euch nicht Autos die eurem Geldbeutel sondern eurem fahrerischen Können entsprechen! Bei 80% der Verkehrsteilnehmer empfehle ich daher eine Monatskarte für den Bus. Wenn sich trotz dieses gut gemeinten Ratschlags auf die Strasse wagen möchte, soll die drei am Fahrzug angebrachten Spiegel dafür benutzen um regelmäßig (wenigstens alle 30sek. nicht einmal vor Abfahrt!!!) den rückwertigen Verkehr zu beobachten (So wie in der Fahrschule ihr Idioten!) und mich gefälligst vorbei lassen.

Wie habt Ihr eigentlich alle euren Führerschein bekommen?

20081026

unter dem zeichen des P

ortishead-Bristol, UK. Die Triphop-Pioniere um Beth Gibbons haben uns im Okober 2008 ein neues Album geschenkt. 11 Jahre sind seid der letzten Veröffentlichung ins Land gezogen und obwohl scheinbar niemand an einer Wiedergeburt des Triphop interessiert war, wurde dieses Album in den vergangenen Jahren von Fans und Kritikers heiss erwartet. Nach "Dummy" und "Portishead" lastete hoher Erwartungsdruck auf dem Trio und mit dem, was sie erschaffen haben, haben wohl die wenigsten gerechnet. Die Triphop typischen drückenden Bässe sind verschwunden, vom Klang vergangener Tage ist einzig Beth Gibbons parasysierende Stimme geblieben. Doch weit gefehlt wer jetzt denkt, das "Third" Musik für den sonnigen Sonntag Nachmittag am See ist. Wenn Portishead sich eins beibehalten haben, dann ist es die apokalyptische Stimmung die durch das gesamte Album eine tragende Rolle spielt. Experimentierfreudig zeigt sich die Band, mit fragilen Gitarren und zackigen Beats. Nur Gibbons Stimme steuert zwischenzeitlich ein wenig Richtung Hamonie ohne die bedrohliche Wirkung der Musik zu verlieren. Man hat so einige Mühe sich mit dem neuen Klang anzufreunden, doch ist es die Arbeit wert das Album ein zweites, drittes oder viertes Mal zu hören bevor man bedenkenlos sagen kann das die Band hier ihr vielleicht bestes Werk abgegeben hat.

Über mich

king of the road aka. workingclass hero aka. bad human with and without too many names